Ein Platz in einer unserer Pflegefamilien

Die Fachstelle Pflegeplatzierungen des Compass Hubelmatt klärt, organisiert und begleitet Aufenthalte von jungen Menschen in Pflegefamilien.

Wir arbeiten mit den Pflegefamilien und Pflegeeltern eng zusammen und unterstützen Sie dabei, eine passende Pflegefamilie für Ihr Kind zu finden – ob übergangsweise als Time Out, dauerhaft oder entlastend an Wochenenden und in den Ferien. Ihre Anfrage können Sie direkt als Eltern und Familienangehörige oder als Berufsbeistand bzw. Berufsbeiständin vornehmen. Wir kümmern uns um alles weitere – die Planung, Vernetzung und Koordination des weiteren Vorgehens.

Weitere Informationen für Sie

Aufnahme – die wichtigsten Schritte

Wir prüfen im Aufnahmeverfahren genau, ob das Angebot mit den Bedürfnissen des zu platzierenden Kindes oder Jugendlichen und den Familien übereinstimmt. In Gesprächen und Schnuppertagen tragen wir gemeinsam dazu bei, dass alle beteiligten Personen die Möglichkeit zu einer fundierten Entscheidung haben. Bei schwerwiegenden psychischen oder körperlichen Einschränkungen können wir leider keine geeigneten Angebote machen.

Wenn ein junger Mensch bei einer Pflegefamilie dauerplatziert ist, soll der Besuch der Schule vor Ort der Familie oder auch die Absolvierung einer Ausbildung möglich sein. Bei Entlastungsaufenthalten an Wochenenden und in den Ferien bleiben die jungen Menschen am Ort ihres Aufenthalts während der Woche eingeschult oder in der Ausbildung. Der Besuch der Schule im Rahmen von Time Outs oder Überbrückungsplatzierungen wird individuell gehandhabt und vor Beginn geklärt.

Sie können gerne mit uns telefonisch oder per Mail Kontakt aufnehmen. Am besten sprechen Sie sich mit den Fachpersonen ab, die Sie bisher begleitet haben.

Dauer- und Entlastungsplatzierung
  1. Wir besprechen die Platzierungsanfrage im Team und suchen eine passende Pflegefamilie.
  2. In dieser Phase lernen wir uns, die einweisende Stelle, das Kind oder den/die Jugendliche/n und wenn passend bzw. möglich die Eltern, im Compass Hubelmatt kennen.
  3. Wenn es möglich ist, einen Vorschlag einer Pflegefamilie zu machen und für die Finanzierung zumindest eine mündliche Zusage besteht, findet ein weiteres Gespräch unter der Leitung der Bezugsperson mit allen Beteiligten statt – dies vor Ort bei der allfälligen Pflegefamilie.
  4. Bei Einverständnis aller Beteiligten werden wir wenn möglich ein Probewochenende oder Probetage vereinbaren.
  5. Anschliessend an das Wochenende und wiederum nach Einverständnis aller Beteiligten planen wir den Übertritt. Im Rahmen des Eintrittsgespräches besprechen wir den Platzierungsvertrag sowie alle relevanten Themen zum Platzierungsstart.
Time Out / Überbrückungsplatzierung
  1. Wir klären die Situation und die Möglichkeiten des Time Outs und suchen eine geeignete Pflegefamilie.
  2. Wir besprechen den Eintritt ins Time Out, der vielfach zeitnah durchgeführt wird, mit der einweisenden Stelle und begleiten diesen in Form eines Eintrittsgesprächs vor Ort unter der Leitung der Fachstelle Pflegeplatzierungen. Die Eltern sind nach Möglichkeit mit dabei. Ebenso ist das Kind bzw. der/die Jugendliche beim Eintrittsgespräch mit vor Ort. Das Time Out beginnt in der Regel anschliessend an das Gespräch.
  3. Die Finanzierung ist vor Antritt in das Time Out geklärt und im Minimum liegt eine mündliche Zusage vor.
Wie wir die Zusammenarbeit gestalten

Uns ist die Kooperation mit den Eltern und Familienangehörigen sehr wichtig. Entsprechend investieren wir viel in die Zusammenarbeit, den Informationsfluss und die Absprachen zwischen der Pflegefamilie und den Eltern.

Für jede Pflegeplatzierung – ob Dauerplatzierung, Time Out, Überbrückungs- oder Entlastungsplatzierung – ist eine fachlich qualifizierte Bezugsperson für die Zusammenarbeit mit den Eltern, der Pflegefamilie, der Berufsbeistandschaft, der Schule und mit weiteren involvierten Personen oder Stellen zuständig. Die Partizipation aller involvierten Personen ist im Compass Hubelmatt eine zentrale Grundhaltung, die wir pflegen und auf die wir grossen Wert legen. Wir gestalten den Kontakt individuell und aktiv.

Probezeit

Drei Monate nach Eintritt findet das erste Gespräch statt. Es dient dazu, gemeinsam die Probezeit auszuwerten, die Zusammenarbeit zu klären und Ziele zusammen festzulegen.